Genetig der Farbe

Hier könnt ihr euch über die Farben nachlesen.

Die Beschreibungen stammen alle von www.Laboklin.de Dort machen wir auch bei bedarf die Gentest die nötig sind.

Als 1 ganz wichtig das Merle- Gen


Die Fellfarbe Merle (M) bezeichnet eine Fellscheckung, bei der sowohl Areale mit voll pigmentiertem Fell als auch Areale mit verdünntem Farbpigment entstehen. Die Merle-Insertion bewirkt eine Farbverdünnung, die nicht über das ganze Fell verteilt ist, sondern nur in Flecken auftritt. M (Merle) verhält sich unvollständig dominant gegenüber der Normalform (m).

Verantwortlich für die Ausprägung der Fellfarbe Merle ist eine Insertion mit variabler Länge, welche in verschiedenen Allel-Varianten vorliegen kann. Bisher sind die Varianten Mh für harlekin Merle, M für Merle, Ma für atypisches Merle und Mc für cryptisches Merle beschrieben. Die unveränderte Genvariante wird mit m für non-merle bezeichnet.

Die unterschiedliche Länge der Insertion hat dabei auch unterschiedliche Ausprägungen der Merlezeichnung zur Folge. Mh verursacht eine schwarze Zeichnung auf sehr hellem (weißem) Untergrund und tritt vor allem bei Collies auf. Ma kann in der Ausprägung stark variieren. Dabei sind normal merlefarbene Tiere, Merlefarbene mit erhöhtem Weißanteil, blotched Merle mit Farbplatten und Tiere, deren Fell wie bei verdünnten Tieren aussieht gefunden worden. Bei Mc ist die Insertion so weit verkürzt, dass keine Veränderung der Grundfarbe auftritt.

Bei Hunden mit dem Genotyp M/M (Double-Merle), sowie allen genetischen Kombinationen der möglichen Insertionen (Mh, M, Ma und Mc), können schwere Innenohrfehlbildungen auftreten, die zu Schwerhörigkeit oder Taubheit führen. Zudem können Fehlbildungen des Auges auftreten. Diese Tiere haben oft einen stark erhöhten Weißanteil oder sind vollständig weiß gefärbt. Das Zustandekommen dieser Tiere gilt in Deutschland als „Qualzucht“ und eine Verpaarung von zwei Trägertieren ist somit gesetzlich verboten.

Da die Ausprägung der Merlefärbung bei M/m Tieren auch nur auf kleine Bereiche beschränkt sein kann (Schwanzspitze, Ohr,...) ist ein Erkennen dieser Tiere nicht immer möglich (Phantommerle). Ein Gentest ist daher immer angeraten, wenn Merle in einer zur Zucht verwendeten Linie vorhanden ist oder vermutet wird.

Augenfarbe Blau

Merle ist an die Augenfarbe gekoppelt. Blaue Augen werden dominant mit Merle vererbt. Selbst zwei dunkeläugige Partner können blauäugigen Nachwuchs bekommen.

Entgegen der Annahme vieler Merlegegner in Deutschland, erklärte eine amerikanische Züchterin, dass blauäugige Hunde genauso viele Augenprobleme wie dunkeläugige haben können. Diese Züchterin erklärte, dass die Augenerkrankungen wie Netzhautablösungen, Nerven Veränderungen im Auge usw. - besonders bei Nichtmerle Chihuahua´s vorkommen und wahrscheinlich von diesen in die Zucht geraten sind.

In Frankreich werden seit geraumer Zeit Augenkontrollen bei Chihuahua´s durchgeführt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Nichtmerle.

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S-Lokus* (Weißscheckung, Piebald)

Studien haben ergeben, dass die Weißscheckung beim Hund vor allem durch Variationen am MITF (Microphtalmia-associated transcription factor) verursacht wird. Je nachdem, ob ein bestimmtes Nucleotid (SINE) auf diesem Gen eingefügt ist oder nicht, prägt der Hund eine Weißscheckung aus oder ist nicht gescheckt. Man bezeichnet den Zustand ohne SINE mit del (für deletion, engl. für Löschung); den Zustand mit SINE mit ins (für insertion, engl. für Einfügung). Es gibt also drei Kombinationen: del/del, del/ins und ins/ins. Bei einigen Rassen (Collie, Deutsche Dogge, Italienisches Windspiel, Sheltie) scheint eine kodominante Vererbung vorzuliegen, bei ihnen führt der heterozygote Genotyp (del/ins) zu einem typischen gescheckten Genotyp, der so genannten „pseudo-irischen Scheckung“. Bei den meisten anderen Rassen scheint eine dominant-rezessive Vererbung vorzuliegen, bei ihnen ist del (keine Weißscheckung) dominant über ins (Weißscheckung). Unter der Prämisse, dass die kodominante Vererbung nur bei wenigen Rassen vorkommt und dass die meisten Rassen eine dominant-rezessive Vererbung der Weißscheckung haben, könnte die SINE-Insertion ein Marker für Weißscheckung mit 95%iger Genauigkeit sein. In einer Studie wurde die dominant-rezessive Vererbung für folgende Rassen gezeigt: Cocker Spaniel (Amerikanischer und Englischer), Basset, Border Collie, Cavalier King Charles Spaniel, Chihuahua, Shar Pei, Französische Bulldogge, Deutscher Schäferhund, Deutsche Vorstehhunde, Havaneser, Neufundländer, Pudel, Portugiesischer Wasserhund, Yorkshire Terrier, Bernhardiner, Whippet.

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D-Lokus d1 (Dilution, Farbverdünnung)



Hervorgerufen durch eine Mutation am D-Lokus treten in einigen Hunderassen Tiere mit verdünnter, aufgehellter Fellfarbe auf. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv, d.h. die Farbverdünnung entsteht nur, wenn das mutierte d-Allel homozygot vorliegt. Unter dem Einfluss des defekten Gens kommt es sowohl zur Verdünnung von Eumelanin (schwarz/braun) als auch von Phäomelanin (rot/gelb) gefärbtem Fell.

In den verschiedenen Hunderassen wird die resultierende Fellfärbung unterschiedlich benannt.

Es sind momentan zwei genetische Varianten bekannt, die unabhängig voneinander zur Aufhellung des Felles führen, genannt d1 und d2. Die Variante d1 kann bei allen Rassen vorkommen, während d2 bisher in den Rassen ChowChow, Rhodesian Ridgeback und Sloughi nachgewiesen werden konnte. In diesen Rassen empfiehlt sich also die Testung beider Mutationen.

D-Lokus d2 (Dilution, Farbverdünnung)

Hervorgerufen durch eine Mutation am D-Lokus treten in einigen Hunderassen Tiere mit verdünnter, aufgehellter Fellfarbe auf. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv, d.h. die Farbverdünnung entsteht nur, wenn das mutierte d-Allel homozygot vorliegt. Unter dem Einfluss des defekten Gens kommt es sowohl zur Verdünnung von Eumelanin (schwarz/braun) als auch von Phäomelanin (rot/gelb) gefärbtem Fell.

In den verschiedenen Hunderassen wird die resultierende Fellfärbung unterschiedlich benannt.

Es sind momentan zwei genetische Varianten bekannt, die unabhängig voneinander zur Aufhellung des Felles führen, genannt d1 und d2. Die Variante d1 kann bei allen Rassen vorkommen, während d2 bisher in den Rassen ChowChow, Sloughi und Thailand-Ridgeback nachgewiesen werden konnte. In diesen Rassen empfiehlt sich also die Testung beider Mutationen.



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